Lost streets, lost places, lost camera – (Kambodscha 6)

Mit zwei gemieteten Mopeds schlängeln wir uns durch den Verkehr, um zu den Highlights der Region – ein paar Wasserfälle – zu kommen. Wir knatterten über staubige Pisten und sahen schon nach wenigen Kilometern wie Mamorkuchen aus.

Der Wasserfall war hübsch – aber ebenso eine braune Soße, wie wahrscheinlich unser Duschwasser aussehen würde. Drei kambodschanische Knirpse drängelten sich an uns vorbei. Plötzlich kletterten sie auf die herabhängenden Lianen und vollführten zu unserem Vergnügen akrobatische Kunststückchen.

Ein paar Kilometer weiter war der nächste Wasserfall. Ich wollte gerade meinen Fotoapparat auspacken, da blieb mir fast mein Herz stehen. Es passierte eines der schlimmsten Dinge, die ein kleines Desaster für Traveller sind. Die Kamera ist weg. Wir rasten mit den Mopeds zurück – aber dort wo ich sie verloren habe, war sie nicht mehr! Weder die Jugendlichen vor Ort, noch ein örtlicher Guide, den wir um Hilfe baten, konnte uns helfen. Selbst ein Finderlohn brachte die Kamera nicht zurück. Über tausend Fotos der letzten drei Wochen und eine neue Kamera verloren auf nimmer wiedersehen.

Lost streets, lost places, lost camera - (Kambodscha 6)

Am Ende des Tages fuhren wir zu dem letzten der drei Wasserfälle, der sich im Abendlicht über ein Felsenriff 25 Meter in die Tiefe ergoss. Die Staubschicht auf unserer Haut lechzte nach einer Dusche. Krissi konnte nicht widerstehen und stellte sich unter das prasselnde Nass.

Und heute gab es auch was rischtsches zu essen: ein Steak, um meine Stimmung aufzuhellen – das half aber nicht wirklich.

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