El Salvador – unbekanntes Reiseland

Wir lassen den Rummel und die Hitze der Hauptstadt San Salvadors hinter uns und fahren in sichere Gefilde. Auf der Ruta de las Flores finden wir im Bergdorf Juayua auf 1.000 m Höhe eine wunderbare, preiswerte Unterkunft. Mit einem riesigen DVD-Archiv, welches uns eine frische Open Air „The Doors – Nacht“ bescherte – der Fernseher stand nämlich im Innenhof. Nach 10 Wochen sind wir nun wieder zu zweit unterwegs. Das Motto der kommenden Tage heißt Faulenzen.

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Nur Kleinigkeiten stehen auf unserer Traveller-ToDo-list.

1. Telefonkarte kaufen
Wie in jedem Land hat es sich als sehr nützlich erwiesen, eine Telefonkarte mit Datenvolumen zu kaufen. Ein Geschäft ist schnell gefunden. Wir sollen nach der Mittagspause wiederkommen, meint der Ladenbesitzer. In der Zwischenzeit wird unsere ID geprüft und die Karte aktiviert. Was wie immer nicht so einfach zu sein scheint mit unserer Passnummer, die nicht nur aus Zahlen, wie hier üblich, sondern auch aus Buchstaben besteht. Jeder noch so kleine Laden wird hier übrigens mit bewaffneter Security überwacht. Ein Dekret nach dem Bürgerkrieg verpflichtete alle Ladenbesitzer dazu. Sozusagen eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, denn die Armee wurde dank Friedensvertrag um die Hälfte reduziert. Wohin mit den Menschen und den Waffen? Die Lösung: Sicherheitsfirmen.

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2. Friseurbesuch
Andreas ist es leid bei diesen Temperaturen mit einer angewachsenen Fellmütze herumzurennen. Und auch mich lockte der preiswerteste Friseurbesuch meines Lebens. Drei USD inklusive Ausländerzuschlag. Das Ergebnis der wenig motivierten Frisöse möchte ich jetzt hier nicht zeigen. Mit einem Wort ist alles gesagt: KURZ.

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3. Frühstück, Mittag, Abendessen
Das Frühstück im Hostel ist exzellent, deshalb haben wir das als ausgiebigen Brunch zelebriert. In Gaststätten gibt es in der Regel immer Reis mit Fleisch oder Fleisch mit Reis. Wir bedauerten sehr, dass nur am Wochenende Markttag war. Denn hier schienen die Köche untereinander zu wetteifern und wir fanden selten so viel kulinarische Kreativität.

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4. Kleine Ausflüge
Also eigentlich ist es nur einer. In ein anderes Bergdorf, namens Ataco.  Knips, knips …

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Wir verlängern Tag für Tag und können uns von der hübschen Stadt in den Bergen mit angenehmen Klima gar nicht so recht losreißen.

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Absoluter Geheimtipp in El Salvador

Doch das nächste Ziel ist eines der faszinierendsten unserer bisherigen Reise und ziemlich unbekannt. Es ist gar nicht so einfach, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin zu kommen. Aber wir haben ja unser Mietauto. Unsere IOverlander-App navigiert uns durch wunderschöne Landschaft an der Grenze zu Guatemala.

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Am späten Nachmittag kommen wir an und parken unser Auto zwischen Gehöften. Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen. Wir steigen hinunter zum Flussufer und dort treffen wir Mariano (der uns schon per App beschrieben wurde). Er ist hier so etwas wie der Aufpasser. „Es posible acampar aquí …?“, frage ich auf spanisch. „Si, si“,  flüstert er leise und gibt uns zu verstehen, dass wir warten müssten bis alle weg sind und dann erst das Zelt aufbauen sollen. Bis dahin zeigt er uns das Naturspektakel. Ein Fluss, ein riesiger Wasserfall, gespeist aus heißen Quellen. Wie cool hot ist das denn? Riesenerlebnisdusche, Whirlpool, Schwimm- und Springbecken und das alles fast für uns alleine in Badewannentemperatur. Ein Träumchen und mir tausend mal lieber als die mehr oder weniger funktionierenden Dusch-Installationen auf der Reise bisher. Wir drücken Mariano ein paar Dollar für die Übernachtungsoption auf dem staubigen Parkplatz in die Hand und bauen unser Zelt am Auto auf. Ganz früh am Morgen klettern wir zu dem dampfenden Fluss herunter und genießen die Ruhe. Denn heute ist Sonntag und die Salvadorianer aus den umliegenden Ortschaften strömen mit Bussen nach und nach her. Die Außentemperaturen steigen und überholen alsbald die Wassertemperatur. Zeit für uns aufzubrechen.

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3 Comments to “El Salvador – unbekanntes Reiseland”

  1. Dietmar Böhmer

    Sehr sehr schön!!!!
    ..ich will mehr, das kann es doch noch nicht gewesen sein. Jetzt in dieser Zeit, wenn man sich fühlt, als wäre man in der DDR. Eingegrenzt,,vom Staat diktiert und niemand weiß so recht wies weiter geht und wo es hinführt,sind solche Berichte und Erlebnisse für mich wie unerfüllte Träume…..
    Vielen Dank David

    Antworten

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